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Bittbrief um finanzielle Unterstützung einer Spezialtherapie in der Ukraine

Sehr geehrte Damen und Herren,

meine Tochter Camilla, geb. 18.04.2001, ist aufgrund eines Sauerstoffmangels seit ihrer Geburt spastisch gelähmt (Diagnose: Tetraparese, Leukomalazie). Sie kann weder frei sitzen, stehen, krabbein noch laufen und ist auf ständige Hilfe und Betreuung angewiesen (GöB 100%, Pflegestufe 3). Ihr Leben kann Sie nur mit entsprechenden Hilfsmitteln (Rollstuhl etc.) meistern. Seit ein paar Wochen besucht Camilla eine spezielle Körperbehindertenschule im Lernförderbereich.

Camillas Leben ist geprägt von ständigen Therapien (Physiotherapie, Wassertherapie, Ergotherapie, Logopädie sowie Heilpädagogisches Reiten und Tiergestützte Therapie – die beiden letzteren auf private Kosten). All diese Therapien sind notwendig, um zumindest einen gewissen körperlichen und psychischen Status zu halten und wir sind dankbar über jeden winzigen Fortschritt. Da die ambulanten Therapien (jeweils rd. 30 min) langfristig gesehen kaum Fortschritte gebracht haben, haben wir fast jedes Jahr eine mehrwöchige Rehabilitationsmaßnahme in einer neurologischen Fachklinik durchgeführt.

Ende des Jahres 2007 mussten wir etwas tun, wo wir leider nicht mehr umhin kamen: Camilla hatte eine sechsstündige umfangreiche Hüft- und Weichteilsoperation mit 6 Wochen Liege-Spreiz-Gips und einer anschließenden Rehabilitationsphase. Diese gestaltete sich sehr schwierig, Camilla hatte viele Wochen lang große Schmerzen. Nach 5 Wochen Rehabilitation geschah ein bedauerlicher Unfall: Camilla brach sich auf einer Rutsche ein Bein. Dies hatte weitere Operationen, Krankenhausaufenthalte und weitere 8 Wochen Gips und weitere 10 Wochen Reha zur Folge. Für Camilla war dies alles sehr schrecklich und ihre körperliche Entwicklung wurde wieder weit zurückgeworfen. Erst diesen Sommer, also 1,5 Jahre später konnte durch eine weitere achtwöchige Reha zumindest der Stand von vor der Operation wieder erreicht werden.

Trotz dieser vorstehend beschriebenen umfangreichen Therapien in ihrem ganzen Leben haben sich Camillas motorische Fähigkeiten trotz mühevollster Kleinst arbeit jedoch nur minimalst weiterentwickelt. Mit zunehmendem Körperwachstum wird es immer schwerer für sie, ihren schlaffen Oberkörper aufrecht zu halten und Bewegungen jeglicher Art mit ihren stark spastischen Beinen und noch schwerer betroffenen oberen Extremitäten durchzuführen. Ich selbst bin daher ständig auf der Suche nach alternativen Behandlungsmethoden die künftige Pflege zu erleichtern – um nicht zuletzt auch mir selbst die künftige Pflege zu erleichtern.

Seit einigen Jahren plane ich daher mit Camilla in die Reha-Klinik in Truskavets bei Lviv in der Ukraine zu fahren um sie dort von Herrn Professor Kozijavkin einer speziellen – weltweit einzigartigen – Spezialtherapie für Patienten mit spastischen Lähmungen behandeln zu lassen.

Camilla hat einen Termin in der Klinik in der Ukraine vom 30.06.-14.07.2009 erhalten.

Die Therapie in der Reha-Klinik Truskavets bei Lviv ist weltweit einzigartig. Durch „Manipulationen“ an der Wirbelsäule werden die spastischen Lähmungen der Muskeln nahezu komplett ausgeschaltet und durch ein nachfolgendes intensives kranken gymnastisches Programm wird die Stabilität des Körpers und das Fortbewegen trainiert. Es liegen zahlreiche Erfolgsmeldungen vor, wo Patienten durch Behandlungen enorme Fortschritte, wie Verbesserung des Gleichgewichtes, freies Sitzen oder Laufen, erzielt haben, was ich mir auch für Camilla erwarte. Leider hat meine Krankenkasse die Kostenübernahme abgelehnt und die Kosten der Behandlung inkl. Flug und Verpflegung sind für mich als alleinerziehende Mutter leider nicht aufbringbar.

Ich habe erfahren, dass Sie derartige Projekte unterstützen und trete daher mit der Bitte um Unterstützung an Sie heran, inwieweit Sie uns durch die teilweise Übernahme der Therapiekosten unterstützen können. Die Behandlungs- und Unterbringungskosten betragen gem. beiliegendem Kostenvoranschlag 3,936 Euro, Hinzu kommen noch die Flugkosten in Höhe von rd. 1.380 Euro.

Camilla und ich würden uns riesig freuen, denn es ist eine große – wenn nicht sogar einzigste – Chance für sie, durch die Therapie die Stabilität ihres Körpers zu erlangen und zu lernen sich z. B. selbstständig fortzubewegen, um in Zukunft ein weitestgehend selbstbestimmtes, pflegeunabhängiges Leben führen zu können.

Vielen herzlichen Dank bereits im Voraus für Ihre Bemühungen!

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Antwort der Andreas Gärtner-Stiftung

Sehr geehrte Familie,

der Vorstand und der Beirat der Andreas Gärtner-Stiftung „Hilfe für Menschen mit geistiger Behinderung“ haben auf der Beiratssitzung am 03. Dezember 2008 den Betrag in Höhe von 669.168,00 € ausgeschüttet. Ich kann Ihnen die freudige Mitteilung geben, dass auch Sie mit einer Spende in Höhe von

2.500,00 €

für Ihre Tochter Camilla für eine Therapie in der Ukraine bedacht worden sind. In der Anlage übersende ich Ihnen einen entsprechenden Verrechnungsscheck. Der Beirat und ich möchten Sie bitten, uns den Termin für die Therapie mitzuteilen.

Ihnen und Ihrer Familie wünsche ich ein gesegnetes und frohes Weihnachtsfest und für das Jahr 2009 Gesundheit und Wohlergehen.

Mit freundlichen Grüßen

aus Porta Westfalica

Andreas Gärtner-Stiftung
Für Menschen mit geistiger Behinderung

Hermann Gärtner

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