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Bittbrief um finanzielle Unterstützung für die Anschaffung eines behindertengerechten Fahrzeuges

Sehr geehrter Herr Gärtner,
Sehr geehrte Damen und Herren,

ich wende mich mit der Bitte um Stiftungsgelder fur ein behindertengerecht umgebautes/ angepasstes Auto für unseren Sohn Tivon Heinar, da wir aufgrund keines pfändba­ren Einkommens weder einen Leasingvertrag noch ein Darlehen gewährt bekommen, um aus eigenen Kräften an ein solches Fahrzeug zu kommen. Unser jetziges Fahrzeug ist ein VW-Transporter, 9-Sitzer, 6 Jahre alt mit z. Zt. 220.000 gef. Km, der nun leider immer häu­figer nicht mehr fahrtüchtig ist, was in unserer Situation lebensbedrohlich fur unseren Sohn werden kann.

Unser jüngster Sohn Tivon wurde mit „Morbus Hirschsprung“ und „Trisomie 21″ geboren. Die Problematik der „Trisomie 21″ auch „Down-Syndrom“ genannt setze ich als bekannt voraus. Beim Morbus-Hirschsprung handelt es sich um eine lebensbedrohliche Darmerkrankung, bei der der Darm nicht oder nur unzulänglich Nervengefäßen durchzogen ist. Dies führt bereits im Mutterleib oder direkt nach der Geburt zu einem Darmverschluß. Diese Erkrankung ist in keiner Voruntersuchung zu erkennen, so dass dass Baby, wie bei uns geschehen, ohne erkennbaren Grund in Lebensgefahr gerät.

Wir fahren regelmäßig in das Hospiz mit Tivon. Selbst die gut einstündige Fahrt geht nicht ohne ihn wickeln zu müssen (flüssiger toxischer Stuhl – sofortiges Wickeln, um die Windeldermatitis so gering wie möglich zu halten). Wir brauchen daher dringen einen stabilen Platz zum Wickeln. Wir benötigen daher auch für die sperrigen Hilfsmittel, aber auch der Familiengröße Stauraum im Kofferraum, sowie mindestens 6 Sitzplätze. Ein kleiner PKW wurde in keinem Falle ausreichen.

Da Tivon unser 4. und Ietztes Kind mit Behinderung und der geschilderten Erkrankung ist, müssen die 3 Geschwister viel zurückstehen, da sich alles nur um Tivon dreht. Um auch hier minimale Kontakte zu erhaiten, sind Fahrten aufgrund des Alters, der Entfernung (Hochsauerlandkreis) und unserer Wohnsituation (sehr abgelegen) notwendig.

Ohne ein Auto wären diese soz. Kontakte undenkbar, da auch meine eigene Gesundheit sehr angeschlagen ist. Ich habe in 11/06 eine Kniegelenksprothese eingesetzt bekommen. Seitdem leide ich unser starken Schmerzen, kann nicht mehr ohne Probleme laufen. Da ich stark hinke. Treppen sind nur eingeschränkt fur mich zu bewältigen, so dass ich mich aus diesem Grund fur ein KFZ mit Automatikgetriebe entschieden habe, da ich nur schwer eine Kupplung treten kann.

Es ist unwahrscheinlich, dass Tivon jemals eine stabile Mobilitat erreichen wird. Zwar ging es bisher scheinbar aufwarts, aufgrund des Gehens und der eher schlaffen Muskulatur, die das Krankheitsbild des Morbus Down mit sich bringt, stehen bereits jetzt Probleme in der linken Hüfte sowie der Wirbelsäule (beginnende Skoliose) an. Im Außenbereich ist er Rolli­fahrer (Haus – Hanglage – mangelnde Kraft beim Laufen)

En behindertengerchter Umbau des KFZ ist daher notwendig, nicht alles jetzt sofort, wir möchten dies bedarfsorientiert gestalten. Zwingend notwendig ist derzeit eine stabile Wi­ckelablage. Später werden wir um die auf uns zukommende Rampe und einen schwenkba­ren absetzbaren Sitz aufgrund des Körpergewichtes von Tivon nicht mehr herumkommen.

Die nächstgelegene Schule, in die Tivon gehen soll befindet sich in Werl (Körperbehinder­tenschule, die motorisch und sensorisch fördert – Entfernung einfache Strecke 35 km). Auf­grund des Krankheitsbildes muss ich Tivon selbst hinfahren, da die weitere Entwicklung von Tivon fraglich ist und ich auch hier einen sehr engen Kontakt zum Lehrpersonal benöti­ge. Der Umbau kann beim Opel Vivaro im Verhältnis zu anderen Automarken kostengüns­tig durchgeführt werden.

So, jetzt bleibt mir nur noch, Ihnen zu danken, dass Sie bisher durchgehalten haben und all das Geschriebene gelesen haben. Gerne stehe ich Ihnen fur weitere Rückfragen zur Verfügung. Selbstverständlich dürfen Sie sich unsere familiäre Situation auch vor Ort ansehen, wir haben nichts zu verbergen.

Wir hoffen natürlich alle sehr, von Ihnen eine positive Nachricht zu erhalten, vielleicht auch noch einen Tipp, an wen wir uns noch wenden können.

bittbrief

Antwort der Andreas Gärtner-Stiftung

Sehr geehrte Familie,

der Vorstand und der Beirat der Andreas Gärtner-Stiftung „Hilfe für Menschen mit geistiger Behinderung“ haben auf der Beiratssitzung am 03. Dezember 2008 den Betrag in Höhe von 669.168,00 € ausgeschüttet. Ich kann Ihnen die freudige Mitteilung geben, dass auch Sie mit einer Spende in Höhe von

2.500,00 €

für Ihren Sohn Tivon-Heinar mit einem Zuschuss für den Kauf eines behindertengerechten Autos bedacht worden sind. Die Spende wird an die von Ihnen mitgeteilte Bankverbindung des Autohauses direkt überwiesen.

Ihnen und Ihrer Familie wünsche ich ein gesegnetes und frohes Weihnachtsfest und für das Jahr 2009 Gesundheit und Wohlergehen.

Mit freundlichen Grüßen

aus Porta Westfalica

Andreas Gärtner-Stiftung
Für Menschen mit geistiger Behinderung

Hermann Gärtner

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